Jühnder E-Carsharing wird wirtschaftlich auf die Probe gestellt

P1130138_komprimiertEin wirtschaftlich tragfähiges Modell für gemeinschaftliche Nutzung von Elektrofahrzeugen im Dorf, das sogenannte eCarsharing, wurde am 26.06.2015 in Jühnde vorgestellt. Im Beisein des niedersächsischen Ministers für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, Olaf Lies, konnten Interessenten aus anderen Dörfern und Gemeinden sich über die Entwicklung in Jühnde informieren. Bisher lief die Entwicklung des Modells nach dem Motto “Kostenlos fahren gegen intensive Mitwirkung im Projekt”. Ab dem 27.06.2015 kostet eine Stunde E-Carsharing 3,50 €, ohne Kilometerkosten.

Im Rahmen des Schaufensterprojektes „e-Mobilität vorleben“ erproben Bürgerinnen und Bürger aus Jühnde das eCarsharing und dessen Nutzen für die Mobilität im ländlichen Raum. Ziel der Veranstaltung war es, Erfahrungen mit eCarsharing zu vermitteln und das Jühnder Modell als Vorbild für ähnliche Projekte in den Dörfern der Region zu präsentieren. „Elektromobilität ist ökologisch sinnvoll und technisch möglich. Sie ist aber zudem praktisch umsetzbar und kann sich rechnen, das wollen wir hier in Jühnde zeigen“, erläuterte Wirtschaftsminister Lies.

Die gemeinschaftliche Nutzung von Elektroautos erfordert Aufklärung und Übung durch die Dorfgemeinschaft. Daher wurden die Funktionen sowie der Nutzerkreis des eCarsharings in Jühnde schrittweise erweitert und an die Bedürfnisse der Beteiligten angepasst. Statt ursprünglich 15 Familien waren am Ende der Entwicklungsphase bereits 33 Haushalte am eCarsharing beteiligt. Bisher handelte es sich um ein kostenloses Angebot, das künftigmit einem Zeittarif von 3,50 € pro Stunde in den kommenden Monaten wirtschaftlich auf die Probe gestellt wird. Das Projekt läuft in Kooperation mit dem Grünen Auto Göttingen und dem Centrum Neue Energien (CNE).

Während der Veranstaltung am Freitag konnten Interessierte mit Projektbeteiligten über die Herausforderungen und Erfolgsfaktoren eines solchen Modells diskutieren. Christel Wemheuer, Erste Kreisrätin des Landkreises Göttingen, betonte: „Die Alternative eCarsharing kann nicht nur Mobilität für ländliche Räume sichern, sondern trägt auch mit regionalen Maßnahmen zur Energiewende bei.“

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